HR-Innovation Day 2016 in Leipzig

Montag, 30. Mai 2016, 15:38 Uhr
Block image logo hr innovationday

Um einen Blick in die Zukunft zu werfen, brauchen Personaler keine Kristallkugel. Denn auch der diesjährige HR-Innovation Day wartete am vergangenen Samstag, den 28. Mai 2016 in der HTWK Leipzig mit HR-Leckerbissen auf. Das von Personalexperte Prof. Peter M. Wald organisierte Event bot eine außerordentliche Fülle an verschiedenen Vorträgen und Workshops rund ums Personalmanagement.

Was gibt es neues im Personalmanagement?

Die Frühaufsteher wurden bereits ab 8 Uhr für ihren Einsatz mit interessanten Workshops zu unterschiedlichen Themen wie beispielsweise Active Sourcing, Recruitment Process Outsourcing oder Digitalisierung im Personalwesen belohnt. Nicht weniger spannend waren auch die Vorträge der Keynote-Runden.Dabei kristallisierte sich zwei große Trend heraus, auf die Personaler in Zukunft besonders Acht geben sollten – persönliche Beziehungen zu Bewerbern und Digitalisierung. Beide Trends sind bei weitem nicht neu. Umso wichtiger ist es aber, die Digitalisierung clever in den Recruiting-Prozess und ins Personalmanagement im Allgemeinen einzubeziehen. Denn wer hier den Anschluss verliert, der wird vom „Schnelleren gefressen werden“, wie Barbara Josef in ihrem Vortrag betont. Dabei bezieht sie sich vor allem auf die Konzepte des Home-Office, des Co-Workings und der Co-Creation.

Tinder-Prinzip fürs Recruiting

Schnelligkeit und auch Mobilität spielt so beispielsweise auch bei der Nutzung des Smartphones fürs Recruiting eine wichtige Rolle. Dies ist definitiv ein Trend, den Personaler nicht vergessen sollten. Denn auf der Suche nach passenden Jobs greifen die Bewerber immer häufiger zum Smartphone oder Tablet. So gibt es mittlerweile verschiedenste Apps, die es dem Bewerber ermöglichen, schnell und einfach darüber zu entscheiden, ob ein Stellenangebot interessant ist - ähnlich wie beim Matching-Algorithmus der Partner-App Tinder. Für Unternehmen, die ihre Stellenanzeigen noch nicht mobil optimiert haben, gibt es trotzdem einige Kniffe um potentielle Kandidaten nicht in eine Bewerbungssackgasse zu schicken. Wichtig ist daher, dass jeder Anzeige eine Kontaktperson zugeordnet ist. Um dies schnell und unkompliziert überprüfen zu können, haben wir vom Empfehlungsbund den sogenannten "Kontaktcheck" entwickelt. Dieses Tool findet heraus, ob eine Telefonnummer oder eine Emailadresse in die Stellenausschreibung integriert sind. Eine weitere Möglichkeit, ist die Nutzung eines externen Links, um zu überprüfen, ob die eigene Karriereseite bereits optimal für mobile Endgeräte angelegt ist.

Personaler als Gestalter und Hüter der Unternehmenskultur

Bei all den Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, darf aber auch der Mensch nicht vergessen werden. Denn neue technische Möglichkeiten sollten die Arbeit der Personaler erleichtern und Bewerber gezielter ansprechen. Ein konkretes Beispiel wurde von Christoph Athnas in einem der Workshops aufgenommen. So wie heutzutage fast alle Autos mit den gleichen Raffinessen ausgestattet sind, so ähneln sich auch Stellenanzeigen. Um mit der eigenen Anzeige herauszustechen und die passenden Bewerber für eine Stelle zu begeistern, ist es wichtig, mit einer individuellen Unternehmenskultur zu punkten. Wenn sich beispielsweise die Mitarbeiter im Unternehmen duzen, sollte die Stellenanzeige die Bewerber auch mit einem höflichen Du ansprechen.Weitere Informationen zur Wichtigkeit von Unternehmenskultur und Personalmanagement können auch in der neusten Studie „Cultural Fit“ von metaHR nachgelesen werden.

Darf es mal anders sein?

Aber klar, darf es das. Neben den klassischen Rekrutierungsmaßnahmen wurden zum Abschluss des HR-Innovation Day innovative Varianten vorgestellt. Wer es ausgefallen und interaktiv mag, der sollte definitiv einmal über Recrutainment nachdenken – einer Mischung aus Erlebnis, Spaß und klassischem Bewerbungsprozess. Egal ob es um eine „Kaffee-Fahrt“ zu verschiedenen Unternehmen für Informatikstudenten oder ein großes Recruiting-Grillen geht, die verschiedenen Konzepte sind definitiv anders, als etablierte Methoden der Personalbeschaffung. Ein weiteres Konzept, das im letzten Teil des HR-Innovation Day vorgestellt wurde, war das uns gut bekannte Empfehlungsmanagement. Obwohl sich dieser Vortrag vor allem dem Prinzip „Mitarbeiter empfehlen Mitarbeiter“ widmete, zeigt es doch, wie wichtig Empfehlungen sind. Denn egal, ob nun Mitarbeiter oder wie bei unserem Konzept ein Partnerunternehmen einen potentiellen Kandidaten empfiehlt – Empfehlungen werden nie unüberlegt ausgesprochen.

Ein Blick in die Zukunft

Neben all dieser Informationsfülle blieb aber natürlich auch noch genügend Zeit, sich mit den anderen Gästen des HR-Innovation Day auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Genau aus diesem Grund können wir vom Empfehlungsbund den HR-Innovation Day nur wärmstens empfehlen, da er eine ideale Plattform bietet, in die Zukunft der Personalarbeit zu blicken, neue Trends kennen zu lernen und sich auszutauschen.



Dieser Blogbeitrag erschien erstmals auf empfehlungsbund.de.