Leipzig

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Studienvoraussetzungen
Die allgemeine Qualifikation für das Studium wird durch ein Zeugnis der allgemeine Hochschulreife, einer einschlägigen fachgebundenen Hochschulreife oder ein durch Rechtsvorschrift oder von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis nachgewiesen.

Fachspezifische Zugangsvoraussetzung:
Der Zugang zum Bachelorstudiengang “Wirtschaftsinformatik (Business Information Systems)” setzt weiterhin voraus, dass der Bewerber nicht bereits in einem verwandten Bachelor-, Diplom- oder Magisterstudiengang eine Prüfung, deren Bestehen notwendige Voraussetzung für die Fortsetzung oder den Abschluss des Studiums ist, endgültig nicht bestanden hat. Als verwandt ist ein Studiengang anzusehen, der im Hinblick auf die Lehrinhalte der ersten vier Semester zu mindestens 60% mit dem Bachelorstudiengang „Wirtschaftsinformatik (Business Information Systems)“ identisch ist.

Ausbildungsinhalt
Die Wirtschaftsinformatik ist ein interdisziplinäres Fach, das durch die Wechselwirkung von Informatik und Wirtschaftswissenschaften geprägt ist. Sie bildet die Grundlage verbesserter Effizienz und Qualität in den betrieblichen Abläufen, aber auch zur Erreichung strategischer Vorteile durch neue Geschäftsmodelle oder innovative Prozesse, Produkte und Dienstleistungen. Ein Schlüssel sind integrierte Anwendungssysteme, deren Einsatzbereich sich neben Großunternehmen zunehmend auf kleine und mittlere Unternehmen sowie die Einbindung von Kunden und Lieferanten ausweitet. Die große Herausforderung liegt in der effizienten Entwicklung von Anwendungssystemen, deren Einsatz einen geschäftlichen Nutzen erzeugt.

Absolventen der Wirtschaftsinformatik sollen eine „Brückenfunktion“ einnehmen und geschäftliche Entwicklungen mit technologischen Potenzialen verbinden und gestalten können.

Aufbau des Studiums
Der Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik ist ein Vollzeit-/Präsenzstudiengang mit einem Umfang von 6 Semestern. Die Immatrikulation erfolgt jeweils zum Wintersemester. Das Curriculum umfasst 180 Leistungspunkte mit einem Workload von 30 Stunden je Leistungspunkt. 10 Leistungspunkte entfallen dabei auf die Bachelorarbeit, mit welcher der Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik abgeschlossen wird. Die inhaltliche und zeitliche Sequenzierung ist der Übersicht zum Studienablauf zu entnehmen. Die Ziele, Inhalte und Prüfungsmodalitäten der einzelnen Module sind in den Modulbeschreibungen verankert. Den Schwerpunkt des Curriculums bilden die Bereiche:

  • Wirtschaftsinformatik
  • Informatik
  • sowie Betriebs- und Volkswirtschaftslehre

Der Kernbereich umfasst die Pflichtmodule:

  • Wirtschaftsinformatik I und II
  • Datenbanksysteme I und Kernmodul Datenbanksysteme II
  • Algorithmen und Datenstrukturen I und II
  • Strukturierte Programmierung
  • Grundlagen der Softwareentwicklung
  • Software-Engineering
  • Informationsmanagement
  • WEB-Technologien
  • Einführung in die Wirtschaftswissenschaften
  • Technik des Rechnungswesens
  • Externes und internes Rechnungswesen
  • Mikroökonomik

Die Module „Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler“, „Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung“ sowie „Recht für Wirtschaftswissenschaftler“ sind als ergänzende Pflichtmodule – im Sinne von Nebenfächern – in das Curriculum integriert.

Zusätzlich müssen in diesem Bereich Wahlpflichtmodule aus dem fakultätsübergreifenden Angebot an Schlüsselkompetenzmodulen ausgewählt werden. Über die genannten Pflichtmodule hinaus können die Studierenden im Spezialisierungsbereich zwischen diversen Wahlpflichtmodulen wählen.

Berufseinsatzmöglichkeiten
Die Studierenden sollen Anforderungen für globale Märkte und flexibel integrierbare Informations- und Anwendungssysteme insbesondere in kaufmännisch-administrativen und industriellen Bereichen sowohl aufnehmen, analysieren und modellieren als auch solche Systeme auswählen, implementieren und entwerfen können. Besondere Schwerpunkte bilden das inner- und überbetriebliche Prozessmanagement und der Einsatz geschäftlicher (Standard-)Anwendungssysteme, die geplante Betrachtung und Verwaltung von Systemvarianten im Rahmen von Systemfamilien und Produktlinien sowie die geschäftprozessbedingte, flexible Integration unterstützender Informations- und Kommunikationssysteme.

Weitere Ziele sind die Befähigung zu systematischem Denken in vernetzten Prozessen innerhalb und zwischen Unternehmen sowie kommunalen und staatlichen Einrichtungen und das Erwerben von Kompetenz für den Entwurf von IT-Bebauungsplänen (ITArchitekturen) in vernetzten Organisationen, die sich häufigen strukturellen Änderungen leicht und flexibel anpassen lassen. Die Arbeitgeber der Absolventen umfassen Universitäten, Unternehmensberatungen, Software- und Systemhäuser mit starkem Bezug zu Anwendungssystemen in Wirtschaft und Verwaltung, Banken, Versicherungsunternehmen und öffentliche Verwaltungen sowie unter anderem Unternehmen der Branchen Logistik und Automobilbau.

Studienfachberatung
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Institut für Wirtschaftsinformatik
Prof. Dr. R. Alt (Studiengangsleiter)
Dr. W. Röder (Studienfachberater)
04109 Leipzig, Grimmaische Str. 12, Zimmer IZ 06
Tel.: 0341 97 33734
E-Mail: roeder@wifa.uni-leipzig.de
Sprechzeit: Montag 13.00 – 15.00 Uhr nach Voranmeldung

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